Gut infor­miert und bera­ten

Fra­gen zur kie­fer­or­tho­pä­di­schen Behand­lung.

Mei­ne lang­jäh­ri­ge Erfah­rung und die Spe­zia­li­sie­rung auf Zahn­me­di­zin sowie Kie­fer­or­tho­pä­die ist die Vor­aus­set­zung, Sie kom­pe­tent zu bera­ten und zu behan­deln. Ger­ne hel­fe ich Ihnen mit die­sem Über­blick. Fra­gen, die mei­ne Pati­en­ten inter­es­sie­ren.

Foto Dr. Karin Grupp

Wis­sens­wer­tes zur Kie­fer­or­tho­pä­die

Wann soll­te mein Kind beim Kie­fer­or­tho­pä­den vor­ge­stellt wer­den?

Eine Vor­stel­lung beim Kie­fer­or­tho­pä­den ist grund­sätz­lich in jedem Alter rat­sam, wenn Eltern, Zahn­arzt oder Kin­der­arzt Auf­fäl­lig­kei­ten der Zahn- oder Kie­fer­stel­lung bemer­ken.
Eini­ge Fehl­stel­lun­gen soll­ten schon sehr früh im Alter von drei bis sechs Jah­ren behan­delt wer­den.
In der Regel fin­det die kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung zwi­schen 10 und 14 Jah­ren statt.

Mein Kind lis­pelt. Hat die Zahn­stel­lung etwas damit zu tun?

Oft­mals ja. Las­sen Sie Ihr Kind ein­mal zubei­ßen und schau­en Sie von vorn auf die Zäh­ne. Wenn Sie das Inne­re der Mund­höh­le zwi­schen den Schnei­de­zäh­nen sehen kön­nen, ist es sehr wahr­schein­lich, dass die Zahn­stel­lung mit ver­ant­wort­lich für die­sen Sprech­feh­ler ist.

Bis zu wel­chem Alter kann man kie­fer­or­tho­pä­disch behan­delt wer­den?

Die Zahn­stel­lung kann wäh­rend des gesam­ten Lebens ver­än­dert wer­den. Daher ist eine Behand­lung auch bei Erwach­se­nen ohne wei­te­res mög­lich.

Ledig­lich die Steue­rung des Kie­fer­wachs­tums bleibt Pati­en­ten vor­be­hal­ten, die sich noch in der Wachs­tums­pha­se befin­den.

Wie lan­ge dau­ert die Behand­lung?

Dies ist abhän­gig vom Umfang der kie­fer­or­tho­pä­di­schen Behand­lung.
Bei klei­ne­ren Fehl­stel­lun­gen rei­chen manch­mal schon eini­ge Mona­te, bei grö­ße­ren Fehl­stel­lun­gen ist meis­tens ein Zeit­raum von zwei bis drei Jah­ren oder sogar län­ger not­wen­dig.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor ist zudem die Mit­ar­beit des Pati­en­ten.

Wann müs­sen blei­ben­de Zäh­ne gezo­gen wer­den?

Manch­mal ist der Kie­fer nicht groß genug, damit alle Zäh­ne Platz fin­den. Daher kann es not­wen­dig sein, blei­ben­de Zäh­ne zu zie­hen, damit die ande­ren Zäh­ne ein­ge­ord­net wer­den kön­nen. Durch recht­zei­ti­gen Behand­lungs­be­ginn und indi­vi­du­el­le Pla­nung kön­nen wir in unse­rer Pra­xis errei­chen, dass bei ca. 95% der Kin­der und Jugend­li­chen kei­ne blei­ben­den Zäh­ne gezo­gen wer­den müs­sen.

Wel­che Span­ge ist bes­ser: Her­aus­nehm­ba­re oder fest­sit­zen­de Span­ge?

Dies ist jeweils ein­zel­fall­ab­hän­gig. Ein­fa­che­re Zahn­fehl­stel­lun­gen kann man mit her­aus­nehm­ba­ren Span­gen kor­ri­gie­ren. 
Bei kom­pli­zier­te­ren Abwei­chun­gen führt oft nur die fest­sit­zen­de Klam­mer zum Erfolg. 
Häu­fig wer­den auch bei­de Span­gen­ar­ten im Ver­lauf der Behand­lung ver­wen­det.

Eine Alter­na­ti­ve zu her­aus­nehm­ba­ren und fes­ten Span­gen sind durch­sich­ti­ge Schie­nen, sog. Ali­gner.

Wie sieht eine fast unsicht­ba­re Zahn­span­ge aus?

Eine fest­sit­zen­de Klam­mer stört vie­le Men­schen, weil man sie sehen kann. Es gibt neu­ar­ti­ge fast unsicht­ba­re Sys­te­me zur Behand­lung: innen­lie­gen­de Bra­ckets, sog. Lin­gu­al­tech­nik, oder durch­sich­ti­ge Schie­nen, sog. Ali­gner.

Hat man Schmer­zen bei der Behand­lung?

Oft­mals “drü­cken” her­aus­nehm­ba­re und fest­sit­zen­de Zahn­span­gen, nach­dem der Kie­fer­or­tho­pä­de sie ange­passt bzw. ein­ge­setzt hat.
Die­ser Druck ist indi­vi­du­ell unter­schied­lich, eini­ge Pati­en­ten emp­fin­den ihn als schmerz­haft, ande­re Pati­en­ten bemer­ken ihn gar nicht.
In der Regel ver­schwin­det er nach weni­gen Tagen wie­der.
Der Druck und die Locke­rung der beweg­ten Zäh­ne sind die Vor­aus­set­zung für eine erfolg­rei­che Behand­lung.

Machen die fes­ten Span­gen die Zäh­ne kaputt?

Nein. Wer sei­ne Zäh­ne regel­mä­ßig gründ­lich putzt, wird kei­ne Pro­ble­me bekom­men.
Wer­den die Belä­ge um die fes­ten Tei­le (Bra­ckets) und zwi­schen den Bögen nicht regel­mä­ßig ent­fernt, wim­melt es dort nur so von Bak­te­ri­en, die Zucker in Säu­re umwan­deln. Die Säu­re greift die Zahn­ober­flä­che an und ver­ur­sacht wei­ße Fle­cken (ers­tes Anzei­chen von Kari­es).

Ist der Zahn immer sau­ber, kann dies nicht pas­sie­ren.

Wel­che Zahn- und Kie­fer­fehl­stel­lun­gen soll­ten behan­delt wer­den?

  • Kreuz­biss / Kopf­biss
  • Tief­biss / Deck­biss
  • offe­ner Biss
  • Über­biss (Pro­gnathie)
  • Vor­biss (Pro­ge­nie)
  • Eng­stand / Platz­man­gel
  • Zahn­lü­cken
  • ver­la­ger­te Zäh­ne / reti­nier­te Zäh­ne
  • feh­len­de Zäh­ne (Nicht­an­la­gen)
  • Zahn­über­zahl (Hyper­don­tie)
  • Syn­dro­me (z.B. Pierre-Robin), Lip­pen-Kie­fer-Gau­men­spal­te

Der Dia­gno­se folgt ein The­ra­pie- und Behand­lungs­plan

Ihre Zie­le sind gesun­de, gera­de und gleich­mä­ßi­ge Zäh­ne.

Ger­ne bera­ten wir Sie aus­führ­lich, wie Sie Ihre gewünsch­ten Zie­le am bes­ten errei­chen kön­nen. Nach der Dia­gno­se kön­nen wir Ihnen die not­wen­di­gen The­ra­pie- und Behand­lungs­ab­läu­fe erklä­ren und sehr ger­ne Ihre Fra­gen beant­wor­ten.

Es gibt ästhe­ti­sche und gesund­heit­li­che Grün­de, zu einem Kie­fer­or­tho­pä­den zu gehen. Die ästhe­ti­schen Zie­le sind häu­fig, gera­de und gleich­mä­ßi­ge Zäh­ne zu erhal­ten. Damit sind Sie attrak­tiv, kenn­zeich­nen eine gepfleg­te Per­sön­lich­keit und zei­gen Gesund­heit und Lebens­freu­de an.

Die gesund­heit­li­chen Grün­de, die für eine kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung spre­chen, sind das Behe­ben von Zahn- und Kie­fer­fehl­stel­lun­gen, wel­che die Spra­che, die Atmung und Kör­per­hal­tung stark nach­tei­lig beein­flus­sen!